
Zwei sind nicht zu bremsen
von Kristine Biason · geschrieben am 2. September 2010 · read this article in EnglishEin langer Tag im Büro. Erst um 9 oder 10 zuhause. Und schnell wieder vor den Computer. Oh, das Leben eines Bloggers! Ernest und Niran vom Blog Yin & Yang aus London erzählen CIRCUS, was es eigentlich heißt, Blogger zu sein. Und von Stalkern. Natürlich.
Ernest und Niran haben sich an der Uni kennengelernt. Wie viele andere Unternehmer-Geister starteten sie einen Blog in ihrer Freizeit. Ein Blog über Kunst, Musik und Mode. Ja, mal wieder einer davon. Nur dass sie ihrer mit einem gewissen Flair, einer gewissen Originalität und Stimme aufwarten konnte. „Ich denke, es ist das Design der Website, das die Leute anspricht“, sagt Niran, der auch fünf Jahre als freiberuflicher Designer tätig war. Ernest glaubt eher, dass der Name ausschlaggebend ist: „Der Name Yin and Yang, der den Lesern gefällt. Er ist völlig anders und macht Leute neugierig.“
Aber letztlich ist es die Persönlichkeit der Jungs. Ohne sie würde der Blog wohl niemals überleben. Zu einem Artikel, der aufzeigte, dass etwa in 80 Prozent aller Social Media Simulanten unterwegs sind, sagt Niran hartnäckig: „Wenn mich jemand im realen Leben trifft, soll er merken, dass es wirklich ich und meine Stimme sind. Alles ist aufrichtig und echt.“ Ernest, der im Studium viele Literaturkurse besucht hat, kann nur zustimmen. Und die Vorwürfe, sie wären egoistisch? „Naja“, sagt er, „ich glaube, als Blogger muss man sich seiner Meinung schon sicher sein, aber wir sind da eher bescheiden.“ Aber irgendwo muss man ja anfangen. „Am Anfang war es echt einschüchternd, an Leute für eine kurze Unterhaltung heranzutreten – da braucht man wirklich Selbstvertrauen. Oder Alkohol“, sagt Niran.
Erst seit zehn Monaten ist der Blog online und schon haben die Jungs Praktika an Land gezogen, verschiedenste Premiere-Events besucht und starke Verbindungen zur Londoner Kreativszene geknüpft – über die gesagt wird, dass es schwer ist, dort hinein zu kommen, ohne vorher jemanden zu kennen. Sie hatten sogar schon so manchen Stalker – ein Mädchen hatte irgendwie sogar mal Ernests Nummer ergattert und schrieb ihm ohne Pause, während die beiden auf einer Reise nach New York waren.
… alles im Leben eines Bloggers!












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September 5th, 2010 at %H:%M