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CIRCUS
THE BLOGGERS' BOOKAZINE

Herznote
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Eine bis heute verschwiegene Anekdote von Eva A. und Florian S.

von Eva Anhaeuser · geschrieben am 26. Oktober 2010 · read this article in English

Also, ich bin Grafikdesigner – ich schreibe meine To-dos noch auf Papier und streiche sie mit meinem Kugelschreiber durch. Online und RGB-Farbräume waren für mich nicht mehr als Facebook, Google und Spiegel – viel Unterhaltung und ein bisschen Information. Aber wie man das Web auch „sinnvoll“ nutzen kann, das hab ich hier gelernt. Von Rebecca, Anke  und Flo, die Online Journalismus studieren, sowie von Josef, der ein Faible für Online-To-do-Listen hat. Ich habe mich allen Herausforderungen gestellt und nun nach einem Jahr der Zusammenarbeit ziehe ich die Bilanz, dass vieles ohne diese Online-Dinger weitaus komplizierter wäre. Meine Festplatte wäre ohne die Dropbox sicherlich geplatzt, ohne unser Wiki wären einige Ideen auf der Strecke geblieben und Google Spreadsheets werde auch ich bei der nächste Ausgabe ernst nehmen. Hier also eine kleine Anektode aus den stressigen Zeiten von CIRCUS #1 und eine Ode an Google Spreadsheets.

Es ist der 12. August 2010, kurz vor Druck und völlig unter Druck. Melanie, Rebecca und ich gehen zu dritt noch ein letztes Mal das Inhaltsverzeichnis durch. Ich kontrolliere meine Buchdatei im InDesign, Rebecca liest in im Google Spreadsheet „Content Plan“ mit. Zwei Seiten fehlen ihr – aber ich setze mich durch – InDesign hat recht. Davon bin ich überzeugt.

Zumindest war ich das – bis zum 15. August 2010, ca. 8 Uhr. Flo und ich haben seit drei Tagen nicht wirklich geschlafen, noch heute fliegen wir nach Vilnius und ich lade die finale, finale, finale … Version von CIRCUS #1 zusammen. Inga schläft auf der Couch. Flo macht irgendwas – online. Fertig. Meine Buchdatei hat 350 Seiten. 350?

„Hat das Inhaltsverzeichnis nicht 352? Flo?“

„Ja?“

„Es fehlen zwei Seiten!“

„Es fehlen zwei Seiten?“

„Ja!“

(Und dann die gemeine Erinnerung – das Google Spreadsheet hatte also doch recht.)

„Was jetzt?“

„Das Inhaltsverzeichnis ist falsch, alle Verlinkungen in den Texten sind falsch. Wir sind ruiniert.“

Aber zum Glück sind wir alleine im Büro. Inga schläft noch immer. Und ganz leise, ohne nur ein Wort über unsere Misere zu verlieren, fügen wir noch zwei Seiten ein.

„Ladies und Gentlemen. Let’s begin.“

… und keinem ist es aufgefallen :). Bis heute.

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One comment:

  1. Tim:

    the miraculous power of the graphic designer